In der Nacht auf den 21. September 2026 wurde die Freiwillige Feuerwehr Flachau um 02:13 Uhr mittels Sirene zu einem Verkehrsunfall auf die A10 Tauernautobahn alarmiert. Der Einsatzort befand sich bei Kilometer 67,5 im Bereich der Einhausung Flachau.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte befand sich die Zugmaschine eines LKW auf der Leitschiene. Infolge des Unfalles trat eine größere Menge Diesel aus dem Fahrzeug aus. Unverzüglich wurde damit begonnen, den ausgetretenen Treibstoff mit Ölbindemittel aufzunehmen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Parallel dazu wurden über die Landesalarm- und Warnzentrale weitere Kräfte und Stellen verständigt. An der Einsatzstelle waren unter anderem die Polizei, die ASFINAG, ein Bergeunternehmen sowie der stellvertretende KAT-Referent des Pongaus, Thomas Steinmüller, anwesend.
Die Feuerwehr Flachau stand beim nächtlichen Einsatz mit 18 Mann und vier Fahrzeugen im Einsatz. Aufgrund der Menge des ausgetretenen Diesels wurden rund 580 Kilogramm Ölbindemittel benötigt. Nach Durchführung der ersten Sicherungs-, Binde- und Bergungsmaßnahmen konnte der Einsatz für die Feuerwehr gegen 02:50 Uhr vorerst beendet werden.
Umfangreiche Nacharbeiten am Vormittag
Damit war der Einsatz jedoch noch nicht abgeschlossen. Im Laufe des Vormittags wurde festgestellt, dass sich infolge des Dieselaustritts ein Ölfilm im Wasser sowie am Ufer der Enns gebildet hatte. Weitere Maßnahmen waren daher notwendig.
Ab 10:00 Uhr war die Feuerwehr Flachau erneut im Einsatz. Bei den weiteren Aufräum- und Sicherungsarbeiten wurde die Feuerwehr durch die Bezirkshauptmannschaft Pongau unterstützt. Gemeinsam wurden die notwendigen Maßnahmen zur Beseitigung der Verunreinigung koordiniert und umgesetzt.
Die betroffenen Uferbereiche wurden ausgespült und kontaminiertes Material entfernt. Zusätzlich wurde ein Bergeunternehmen mit Kran und Bagger bei den Reinigungsarbeiten eingewiesen und unterstützt, um auch das betroffene Bachbett entsprechend säubern zu können.
Die Arbeiten gestalteten sich entsprechend zeitintensiv und dauerten bis in den Nachmittag. Erst gegen 15:00 Uhr konnten die letzten Maßnahmen abgeschlossen und der Folgeeinsatz beendet werden.
Damit beschäftigten die Auswirkungen des nächtlichen LKW-Unfalles die Einsatzkräfte über viele Stunden hinweg. Durch das rasche Eingreifen in der Nacht sowie die umfangreichen Nacharbeiten am Vormittag konnte der ausgetretene Treibstoff bestmöglich gebunden, verunreinigtes Material entfernt und eine weitere Ausbreitung im Bereich der Enns eingedämmt werden.
Einsatzleiter beim nächtlichen Einsatz: ABI Christian Jäger
Einsatzleiter bei den Nacharbeiten: HV Christoph Angerer
TEXT: VI Michael Lackner
BILDER: FM Christian Fischbacher










